Schwedenlager der Pfadistufe DV Fulda

Erschienen am 31. Juli 2018 in Allgemein

Jan S.

 

Nach fast zwei Jahren Abstimmung, Planung und Vorbereitung fand vom 14.-28.07.2018 das große Schweden-Zeltlager der Pfadistufe DV Fulda statt. Wie von den Pfadis bei einer großen Abstimmung beschlossen, ging die Reise auf die Pfadfinderinsel Vässarö in Schweden. Das Lager fand unter dem Motto Social Media statt.

#VässaGreen2018

 

Los ging es am Morgen des 14. Juli. Mit zwei Reisebussen, einem großen Anhänger und einem Transporter brachen die Gruppen aus Wirtheim, Bad Orb, Ahl, Fulda (Neuenberg, Johannesberg), Marburg und Witzenhausen zu ihrer 24-stündigen Reise auf. Etwa 90 Pfadis, Leiter und Helfer waren dabei.

Mit der Fähre ging es von Fehmarn nach Dänemark und anschließend über die Öresundbrücke nach Schweden. Gegen 9 Uhr morgens stoppte der Bus nach einer durchfahrenen Nacht endlich am Fähranleger zur Insel Vässarö. Dort angekommen begann der Material- und Gepäcktransport, erst mit den kleinen Fähren zur Insel, anschließend mit Traktoren zum Zeltplatz. Dort wartete neben großer Hitze und Sonnenschein das erste Kennenlernen, ein Brunch und jede Menge Arbeit beim Zeltaufbauen.

Montag startete die erste Hälfte der Gruppe zu einem Kanu-Hike mit unserer schwedischen Partnergruppe aus Valla. In kleinen Gruppen wurden die Küsten benachbarter Inseln angesteuert und dort übernachtet. Währenddessen wurden weitere Aufenthaltszelte im Lager aufgebaut.

Dienstagmittag, nachdem die ersten Gruppen wieder zurückgekehrt waren, brachen die übrigen Pfadis zu ihrem Kanu-Hike auf. Der Hike wurde von allen als spannende und schöne Erfahrung erlebt, die Natur Schwedens zeigte sich von ihrer schönsten Seite! Wobei natürlich auch große Schwärme von Mücken Teil dieser Natur sind…

Mittwochnachmittag waren alle Pfadis zurück im Camp, der restliche Tag stand zum Chillen zur Verfügung, wie es sich die Pfadis im Voraus gewünscht hatten. Für das Lagermotto Social Media wurden Workshops und Aktivitäten vorbereitet und aufgebaut, sodass sich Pfadis und Leiter zum Beispiel über ein Offline-Whatsapp in der Aufenthaltsjurte gegenseitig nette Nachrichten an ihre Postfächer schicken konnten.

Donnerstag war Geländespiel-Tag. In einem großen Scouting-Game zusammen mit den schwedischen Pfadis stürzten sich alle Teilnehmer in die Welt der sozialen Medien. In Gruppen galt es, sich einen eigenen YouTube Kanal auf einer großen Karton-Pappe zu erstellen und damit über nach Nachmittag zum besten und beliebtesten Kanal von allen zu werden. Hierfür besuchten die Gruppen den gesamten Nachmittag über Geländespiel-Stationen wie Facebook, Twitter, Instragram, 9GAG, Tellonym und viele weitere, wo spannende Mini-Spiele, Challenges, und kreative Workshops angeboten wurden. Die Pfadis waren sehr motiviert dabei, sodass am Ende alle nochmal sehr viel Spaß hatten, sich die jeweiligen Tageshöhepunkte der einzelnen Gruppen vorstellen zu lassen. Für die besten Gruppen gab es Süßigkeiten, für alle erfolgreichen Teilnehmer Social-Island Handywallpaper.

Nach dem Abendessen lockte die Abkühlung an der Badestelle mit einem Sprung in die Schären-Gewässer der Ostsee, oder aber die ein oder andere Runde in der Sauna mit Blick auf den Sonnenuntergang.

Freitag wurden wechselweise Segelkurse von Teamern der Insel und Workshops unserer Leiter im Camp durchgeführt. Bogenschießen, Lagerbauten, Schwimmen gehen, Basteln und vieles Weitere wurde angeboten.

Abends gab es noch ein spontanes Treffen mit Pfadfindern aus Polen, bei dem gemeinsam Menschen-Kicker, Volleyball und Wikinger-Schach gespielt wurde. Später schloss sich noch eine buddhistische Pfadfindergruppe den Spielen an. Bei dem Treffen hatten alle viel Spaß und es wurden viele Halstücher getauscht.

Das Wochenende bestand aus zwei Stammestagen, auch ein Beschluss der Pfadis in der Planungsphase. Jeder Stamm konnte sein eigenes Programm gestalten und eigene Wünsche umsetzen. Einige gingen ans Festland, um eine nahegelegene Stadt zu besuchen, andere feierten im Sonnenuntergang ihre Versprechensfeier oder es ging auf ein Hike um die Insel mit Übernachtung in einem der Shelter an der Küste.

Montag startete dann wieder das gemeinsame Programm. In aller Frühe ging es zum Hafen, mit der Fähre zum Festland und dann mit Bussen in die schwedische Hauptstadt. Dort durften die Pfadis in Kleingruppen die Stadt erkunden, shoppen, bummeln, essen gehen und das schöne Wetter genießen. Auch für Begegnungen mit Pfadfindern anderer Nationen war dieser Ausflug sehr gut geeignet, wie sich im Nachhinein herausstellte. So machten einige von uns zufällig Bekanntschaft mit einem BSA Scout-Leader aus den Vereinigten Staaten.

Dienstag folgte dann ein weiterer Chilltag, um sich beim gemeinsamen Singen und Gitarre-Spielen, Saunieren, Schwimmen oder auch einfach mal nur Herumliegen entfalten zu können.

Mittwoch gab es dann wieder Action! Ein großes Capture the Flag Spiel mit 70 Spielen und 4 Teams stand auf dem Programm. Den gegnerischen Teams mussten Lebens-Bändchen vom Gürtel geklaut und anschließend die Fahne aus deren Lager entwendet werden, um die Herrschaft über das Spielfeld zu erlangen. Nach fast 3 Stunden waren alle sehr müde und kaputt, das letzte verbliebene Team stellte sich dem Siegerteam, das mittlerweile eine übergroße Zahl an Spielern zwangsrekrutiert hatte.

Abends ergab sich noch eine weitere internationale Begegnung, bei der eine syrische Pfadfindergruppe in ihr Camp auf der Insel einlud. Für unsere Pfadis eine weitere sehr spannende Erfahrung.

Freitag war es dann so langsam Zeit, sich über die anstehende Heimreise Gedanken zu machen. Das wichtigste dabei war natürlich die große Anschlussparty, die für den Abend organisiert werden musste. Außerdem wurden die ersten Aufenthalts- und Schlafzelte schonmal abgebaut.

Die Feier am Abend war ein voller Erfolg, neben Musik und Snacks konnte an der Badestelle geplanscht werden und es gab ein Aftermovie, um die vergangenen Tage nochmal Revue passieren lassen zu können.

Gebührender Dank gilt natürlich unserem Küchen-Team, das uns über das gesamte Lager mit köstlichen Mahlzeiten versorgte, egal wie heiß oder stressig es im Küchenzelt war.

Und ein großes Dankeschön geht an unseren Pfadi-AK mit Sebi, Nils, Ronja und Alex (leider nicht dabei), die diese Fahrt möglich gemacht haben – eine Fahrt die in ihrer Vielseitigkeit und in ihrem Umfang sicherlich ihresgleichen sucht!

Samstagmorgen hieß es dann Auf Wiedersehen Vässarö! Eine letzte Materialschlacht mit Traktoren, Fähren, und Bussen – und dann ging es schon wieder Richtung Heimat…

Danke für die tolle Zeit, die vielen (internationalen) Begegnungen, die neuen Freunde und die unvergesslichen Erfahrungen!

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